Kostenübernahme ergonomischer Bürostuhl durch Krankenkasse

Krankenkassen profitieren von gesunden Arbeitnehmern, da diese keine teuren Arzt- und Behandlungskosten verursachen. Sie haben ein Interesse daran, dass ihre Versicherten rückenfreundlich und gesund sitzen. Häufig übernehmen Krankenkassen die Kosten für einen orthopädischen bzw. ergonomischen Bürostuhl oder gewähren einen Kostenzuschuss.

Ergonomischer Bürostuhl Krankenkasse

Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, ob und in welcher Höhe die Kosten übernommen werden. In der Regel brauchen Sie ein ärztliches Attest als Nachweis, wenn Sie beispielsweise an Rückenbeschwerden leiden. Hilfreich ist hierbei die Kontaktaufnahme zu einem von der Krankenkasse empfohlenen Arzt. Dies erleichtert später die Anerkennung des Attests und die weitere Abwicklung. Ihr Arzt wird Ihnen im besten Fall einen Bürostuhl auf Rezept ausstellen. Darüber hinaus kann es sein, dass Ihre Krankenkasse mit bestimmten Herstellern zusammenarbeitet, bei denen Sie einen passenden Bürodrehstuhl auswählen können. Bevor Sie sich also für ein konkretes Modell entscheiden, kontaktieren Sie zunächst Ihre Krankenkasse.

Chronische BeschwerdenSollte Ihre Versicherung bei der Bewilligung der Kostenerstattung zögern, äußern Sie Ihren Wunsch zur Bezuschussung nachdrücklich. Letztlich handelt es sich um eine Präventivmaßnahme gegen akute und chronische Beschwerden, die als Investition in Ihre Gesundheit angesehen werden sollte. Falls es mit dem Zuschuss bei der Krankenkasse nicht klappt, können Sie auch die Deutsche Rentenversicherung kontaktieren.

Der Deutschen Rentenversicherung ist ebenfalls daran gelegen, dass Sie lange berufstätig bleiben und damit weiter in die Rentenkasse einzahlen. Auch hier benötigen Sie lediglich eine ärztliche Bescheinigung, um Ihren Anspruch auf einen ergonomischen Stuhl geltend zu machen. Den Antrag zur Kostenübernahme finden Sie hier. Sobald der Zuschuss für einen ergonomischen beziehungsweise orthopädischen Bürostuhl gewährt, ist dieser Ihr Eigentum, nicht etwa der Ihres Arbeitgebers oder der Versicherung. Liegt bei Ihnen ein Arbeits- oder Wegeunfall vor, können Sie einen Zuschuss bei der Berufsgenossenschaft beantragen.

Ihr Antrag auf einen Zuschuss wurde abgelehnt?

Antrag Zuschuss BürostuhlDann sollten Sie einen Widerspruch gegen den negativen Bescheid einlegen. Womöglich war das Attest des Arztes zu ungenau formuliert. Im Attest muss deutlich werden, dass ein ergonomischer Bürostuhl die Krankheitssymptome beheben kann. Eine genaue Beschreibung erleichtert später zudem die Auswahl eines geeigneten Bürostuhls beim Händler. Einen abgelehnten Bescheid können Sie vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) überprüfen lassen, wenn Sie hier Mitglied sind.

Für übergewichtige Personen interessant

Arbeitgeber sind laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) § 618 und Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) §§ 3 und 4 dazu verpflichtet, für sichere und gesunde Arbeitsplätze zu sorgen. Sie müssen eine Gefährdungsbeurteilung für Arbeitnehmer durchzuführen, um deren Sicherheit zu gewährleisten. Von dieser Regelung profitieren vor allem übergewichtige Personen, die ein Recht auf robustere Bürostühle haben. Die entstehenden Mehrkosten an ergonomischen Arbeitsmitteln müssen vom Arbeitgeber getragen werden. Sie haben also keine zusätzlichen Mehrkosten. Falls es Sie betrifft, fragen Sie nach einer Förderung bei Ihrem Arbeitgeber nach. Übrigens ist Übergewicht kein Grund für eine krankheitsbedingte Kündigung durch Ihren Arbeitgeber. Hier finden Sie einen passenden Bürostuhl für Schwergewichtige.

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